Corona NEWS

Aktuelle Informationen zum Lockdown

Sehr geehrte Beschäftigte und Teilnehmer/-innen der Nordeifelwerkstätten gGmbH,

sehr geehrte Eltern und gesetzlichen Betreuer,

sehr geehrte Mitarbeiter,

der LVR hat uns am Donnerstagnachmittag zu den Auswirkungen des Shutdowns auf die Werkstätten angeschrieben.

Dazu haben wir am Freitag offene Punkte und Fragen mit den anderen rheinischen Werkstätten besprochen und abgestimmt. Nachfolgend möchten wir Sie nun über die aktuellen Rahmenbedingungen informieren.

Sowohl Minister Laumann als auch der LVR betonen, wie gut die Werkstätten das bisherige Infektionsgeschehen bewerkstelligt haben. Generell ist immer abzuwägen zwischen der Bedeutung des Werkstattbesuches für die Teilhabe der Menschen mit Behinderung einerseits und dem Bedarf nach Kontaktreduzierung im Hinblick auf das Infektionsgeschehen andererseits.

Weiterhin wird es kein generelles Betretungsverbot für die Werkstätten für behinderte Menschen in Nordrhein-Westfalen geben. Vielmehr soll Teilhabe weiterhin ermöglicht werden, soweit die Gegebenheiten vor Ort dies zulassen. In Ergänzung zur Corona-Betreuungs-Verordnung des Landes NRW (CoronaBetrVO NRW) geben wir Ihnen folgende Hinweise zur Teilhabe am Arbeitsleben in Werkstätten für behinderte Menschen in NRW:

Ein generell auf Landesebene erlassenes Betretungsverbot für WfbM gibt es in NRW weiterhin nicht. Regional aber kann es durch entsprechende Regelungen der Gesundheits- und Ordnungsämter Einschränkungen bis hin zu lokalen Teilbetriebsschließungen geben.

Der Regelbetrieb für alle gilt damit weiter.

Um eine weitere Reduzierung der Anwesendenzahlen in der WfbM zu fördern, wurden folgende Entscheidungen getroffen:

  • Der Leistungsanspruch der Beschäftigten wird aufrechterhalten. Die Leistungsverpflichtung der Werkstätten ebenso. In welcher Form die Teilhabe am Arbeitsleben erfolgt, wird für die Zeit des Shutdowns stärker in das Ermessen der Beschäftigten und der jeweiligen Werkstätten gestellt. Hierbei gibt es grundsätzlich folgende drei Möglichkeiten:

*       Teilhabe am Arbeitsleben in der Werkstatt

*       Teilhabe am Arbeitsleben in der eigenen Wohnung

*       Teilhabe am Arbeitsleben in der stationären/teilstationären Wohnform

Welche dieser drei Möglichkeiten gewählt wird, erfolgt in Abstimmung zwischen den Werkstätten und den jeweiligen Beschäftigten. Voraussetzung für ein Angebot außerhalb der Werkstätten ist, dass die Werkstätten in (niedrigschwelliger) Form ein Teilhabeangebot sicherstellen.

Beteiligte Dritte (Wohnheime/Angehörige) sind in die Entscheidung einzubeziehen, die Maßnahmen sind entsprechend abzustimmen.

Das bedeutet, dass unter Berücksichtigung der oben genannten Aspekte auf Wunsch der Werkstattbeschäftigten bei Infektionsängsten in der Zeit bis zunächst zum 31. Januar 2021 die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben in anderer Form an anderem Ort erbracht werden können. Dazu gehören das Kontakthalten per Telefon, neuen Medien oder durch Hausbesuch und die Bereitstellung von Arbeit und Beschäftigung im häuslichen Umfeld.

  • Krankheitsbedingte Abwesenheiten, die durch AU-Bescheinigungen nachgewiesen werden, bleiben davon unberührt.
  • Die Fahrdienste werden bedarfsgerecht aufrechterhalten.
  • Die Betriebskantinen bleiben als wichtiger Baustein der Eingliederungshilfe in den Werkstätten offen.
  • Die Werkstätten werden als Einheit betrachtet, d.h. es wird nicht zwischen Arbeitsbereich und Berufsbildungsbereich unterschieden.

Wir hoffen, dass durch diese Regelungen, die für die Dauer des aktuellen Shutdowns gelten,  sowohl den berechtigten Sorgen der Beschäftigten und dem Bedarf nach Kontaktreduzierungen als auch dem Bedarf nach Teilhabe Rechnung getragen werden kann.

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